Auf den Spuren jüdischen Lebens durch die Hamburger Neustadt

Eine aufschlussreiche Spurensuche in einer fast verschwundenen Welt 

Erinnern gegen das Vergessen

Das prägende Erbe der jüdischen Gemeinschaft

„Ich lade Sie ein zu einem Rundgang 
auf den Spuren jüdischen Lebens in der Hamburger Neustadt. Diese Spurensuche möchte Sie mit Menschen und ihrem Leben bekannt machen, von dem heute nur noch die Steine sprechen."

Dr. Almut Nothnagle



Die Hamburger Neustadt

war jahrhundertelang Heimat einer blühenden jüdischen Gemeinde. Seit 1773 sprach die Hamburger Bürgerschaft vierzehn Straßen als Wohngebiet jüdischen Familien zu. Straßennamen rund um den Großneumarkt erinnern noch heute daran.


Hier entstanden Synagogen und Betstuben, Schulen, ein Friedhof, Geschäfte und Wohnstifte. Die Neustadt war Schauplatz bedeutender Momente: Hier lernte Sigmund Freud seine spätere Frau Martha Bernays kennen – und hier entstand die erste Reformsynagoge Deutschlands.

1925 lebten in Hamburg etwa 20.000 Juden. Von 1941 bis Kriegsende wurden über 8.000 deportiert und ermordet. Was fehlt der Stadt heute – durch das Verdrängen, das Ausgrenzen, das Vergessen?

Erinnern gegen das Vergessen

Judenbörse ehemalige Elbstraße

Das Leben

Märkte, Handel, Nachbarschaft – das lebendige Alltagsleben der jüdischen Gemeinde. Vierzehn Straßen um den Großneumarkt bildeten das Zentrum einer kulturell reichen, aktiven Gemeinschaft.

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Israelitischer Tempel Poolstraße

Der Glaube

In der Neustadt entstand Deutschlands erste Reformsynagoge – der Neue Israelische Tempel in der Poolstraße. Zahlreiche Synagogen, Betstuben und der erste jüdische Friedhof der Stadt prägten das Viertel.

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Sigmund Freud und Martha Bernays

Die Menschen

Am 13. September 1886 feierten Siegmund Freud und seine Braut Martha Bernays im Hirschel's Hotel in der Wexstrasse in der Hamburger Neustadt ihre Hochzeit. Kaufleute, Gelehrte, Stifter – die jüdische Gemeinde prägte Wissenschaft, Kultur und das Sozialleben Hamburgs nachhaltig. 

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Das Erinnern

Die Neustadt hat die höchste Dichte an Stolpersteinen in Hamburg. In diesen Pflastersteinen stecken Schicksale – deportiert, ermordet, vergessen. Erinnern gegen Ausgrenzung und Wegschauen.

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durch's Viertel führt

Dr. Almut Nothnagle 

gegen das Vergessen, gegen Ausgrenzung, gegen bewusstes Wegsehen.

Sie sieht es als ihren "Bildungsauftrag": Einordnen, Sensibilisieren, Erinnern – und auch die Frage stellen: Was fehlt der Stadt Hamburg heute durch den fast vollständigen Verlust der jüdischen Bevölkerung?

Häufig gestellte Fragen

Einige Fragen lassen sich auch bereits im Vorwege beantworten. Sollten Sie noch weitere Fragen haben, kontaktieren Sie mich gern über das Kontaktformular oder telefonisch